Ernährungstipp

August
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Förderhinweis

Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert.

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Das Projekt Dortmunder Kinder. Besser essen. Mehr bewegen.

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Hintergrund und Vorhaben des Projektes

Ausgangslage
Neue Untersuchungen bestätigen: Wir essen oft zu viel, zu süß und zu fett. Gleichzeitig bewegen wir uns zu wenig – die Folge sind Übergewicht und ernährungsabhängige Krankheiten, wie Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen. Mittlerweile leiden auch immer mehr Kinder an den Folgen von Übergewicht.

Die Ende September 2006 veröffentlichten Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys  (KIGGS) des Robert-Koch-Institutes verdeutlichen dies drastisch.

Insgesamt sind 15% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig und davon leiden 6,3% an Adipositas. Das bedeutet, dass es ca. 1,9 Millionen übergewichtige Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik gibt und davon sind ca. 800.000 adipös. Adipositas, hat sich, verglichen mit den Referenzdaten von 1985-1999 verdoppelt.

Differenziert man die Ergebnisse der KIGGS-Studie nach Altersgruppen zeigt sich folgendes Bild:

Der Anteil der Übergewichtigen steigt von 9% bei den 3- bis 6-Jährigen über 15% bei den 7- bis 10-Jährigen bis hin zu 17% bei den 14- bis 17-Jährigen. Die Verbreitung von Adipositas beträgt bei den 3- bis 6-Jährigen 2,9% und steigt über 6,4% bei den 7- bis 10-Jährigen bis auf 8,5% bei den 14- bis 17-Jährigen. Weiterhin verdeutlichen die Ergebnisse, dass das Risiko für Übergewicht und Adipositas bei sozial benachteiligten Schichten, bei Kindern mit Migrationshintergrund und bei Kindern, die nicht gestillt wurden, höher ist.

Die Folgen dieser Entwicklung treffen uns alle! Es geht um Startchancen und Chancengleichheit für die erste Generation des 21. Jahrhunderts.


Die Kampagne
Unter dem Motto "Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT." läuft seit Juli 2003 die Aufklärungskampagne des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMELV) zur Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen.

Ziel ist es, durch zahlreiche Angebote für verschiedene Zielgruppen auf den engen Zusammenhang von Ernährung und Bewegungen aufmerksam zu machen.


Der Wettbewerb
"Besser essen. Mehr bewegen. Der Wettbewerb." ist Teil dieser Initiative und wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Unterstützung der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (Peb) im Mai 2005 ausgeschrieben, um bundesweit lokale und regionale Netzwerkinitiativen zur Prävention von Übergewicht bei Kindern im Alter von 0 – 10 Jahren zu fördern. Im September 2006 erfolgte der Startschuss für die Umsetzung der Modell- und Demonstrationsvorhaben der 24 Siegerprojekte.


Die Kinderleicht-Regionen
Unter dem Motto "Besser essen. Mehr bewegen. Kinderleicht-Regionen.“ entwickeln und erproben seit 2007 bundesweit die 24 Sieger Modellprojekte zur Vorbeugung von Übergewicht.


Das Dortmunder Projekt "DoKi"
Das Dortmunder Projekt DoKi „Dortmunder Kinder. Besser essen. Mehr bewegen.“ ist eines davon und will mit der Entwicklung einer multidisziplinären Strategie und einer Kooperationsgemeinschaft von 10 Projektpartner/innen mit ca. 22 Teilprojekten ein Netzwerk zur Vorbeugung von Übergewicht für alle Dortmunder Kinder von der Geburt bis zum 10. Lebensjahr aufbauen. Gemäß den Prinzipien der Gesundheitsförderung der Ottawa-Charta sollen mit den Maßnahmen sowohl  

  • Verhaltensänderungen bei den Kindern, Jugendlichen, Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen und Akteuren als auch die
  • Änderung der Verhältnisse in den Organisationen, den Einrichtungen und ihrer Strukturen im Sinne eines salutogenetischen Gesundheitsverständnisses

erreicht werden. Das Projekt greift dazu die in der Kommune vorhandenen Strategien auf, will die bislang zum Teil unverbundenen oder parallel ablaufenden Angebote lokaler Akteure miteinander vernetzen, schrittweise flächendeckend ausbauen und gemeinsam neue innovative Wege zur Prävention erproben. Das Projekt besitzt eine komplexe Projektstruktur. 10 Projektpartner/innen beschreiten mit 22 Teilprojekten und 6 Interventionsbereichen in ihrem gemeinsamen Netzwerkvorhaben unterschiedliche Zugangswege zu den Zielgruppen. Es werden

  • organisatorisch leichter einzubeziehenden Einrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Schulen),
  • die über herkömmliche Formen der Ansprache schwer zu erreichenden Familie

genutzt.

Daneben werden Kontakte zu weiteren niedrigschwellig zugängliche Einrichtungen geknüpft, um auch die Selbsthilfepotentiale und Strukturen der schwer zu erreichenden Zielgruppen zu stärken. Möglichst frühzeitig sollen die Eltern einbezogen werden, um eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung ihrer Kinder zu fördern. Hierbei geht es vor allem um die Stärkung von Elternkompetenzen zur aktiven Verantwortungsübernahme an der gesunden Entwicklung ihrer Kinder.

Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Netzwerkes ist die Integration der Prävention in das Zielsystem der beteiligten Einrichtungen. Es wird ein standardisierter Prozess zur Adipositasprävention aufgebaut. Dies erfordert eine Neuorientierung innerhalb der beteiligten Organisationen und die Bereitschaft, bestehende Strukturen zu verändern und Prozesse der Personalentwicklung und  –qualifizierung einzuleiten. In diesem Sinne will das Projekt zu einem Organisationsentwicklungsprozess der beteiligten Einrichtungen beitragen.

Das Projekt soll dazu führen, dass gesundheitsfördernde Aktivitäten und präventive Vorgehensweisen eine nachhaltige Wirkung für die Stadt Dortmund erzielen.
 

DoKi - das Projekt

DoKi - Portal